HisStory

- das Christentum verändert die Welt

Eine Ausstellung zum Reformationsjubiläum



Die Geschichte des Christentums gleicht einem Pendel... einem hin und her zwischen Tradition und Aufbruch, Religiösität und Frömmigkeit. Sie ist in ihrem Spannungsreichtum faszinierend. Sie erzählt von Aufbrüchen, von Verfolgungen, von Fehlentwicklungen und von Fortschritten. Oft wird sie dabei auf Kreuzzüge, Inquisition und die Reformation reduziert. Aber genau diese Religion hat das Abendland geprägt wie keine andere. Menschen, Kultur und Gesellschaft sind bis heute durchdrungen von der Botschaft, die mit dem Volk Israel begann, durch Jesu Wirken, Tod und Auferstehung neue gesamtgesellschaftliche und persönliche Sprengkraft bekam und bis heute aktuell ist. 2,4 Milliarden Menschen bekennen sich 2017 noch zum Christentum. Damit ist sie die Religion mit den meisten Anhängern. Ein detaillierter Blick auf die Vorkommnisse lohnen sich.

Auf über 35 Metern Schautafeln wurde vom 10. bis zum 14. Juli in der EFG Rostock dieser „Werdegang“ des Christentums dargestellt. Nach der „Bibelausstellung“ und der „Ausstellung über die Weltreligionen“ ist dies die dritte Ausstellung, die durch die AGB konzipiert wurde.

Am Samstag den 8. Juli kam die Ausstellung nach Rostock. In 4 Stunden Arbeit wurden die zahlreichen Kisten entpackt und zu einer außergewöhnlich detailreichen Übersicht über 2000 Jahre Christentum zusammengefügt. Dazu gehörten 24 Schautafeln, 50 dreidimensionale Würfel und etwa 150 ausgewählte Exponate, wie z.B. der Nachbau einer Gutenberg-Presse, antike Schriften, ein Kettenhemd und vieles mehr.

Am folgenden Sonntag fanden auch schon die ersten zwei Führungen durch die Kirchengeschichte statt. Andreas Schmidt, ein Mitarbeiter der AGB, der die gesamte Woche Ausstellungsführer war, bot durch seine Reise durch die Geschichte einen lebendigen Eindruck der Geschehnisse. So konnte die Gemeinde bereits einen Einblick in den Ablauf der kommenden Woche bekommen.

Über die gesamte Woche hinweg war die Ausstellung für die Öffentlichkeit geöffnet. Es kamen Einzelpersonen, aber auch eine Schulklasse und Konfirmandengruppe.

Durch die Schautafeln, die Monitore, auf denen informative Kurzfilme gezeigt wurden, die verschiedenen Exponate und die Führungen konnten die Besucher die Geschichte regelrecht entdecken.

Im Vordergrund stand dabei das Gute, was durch das Christentum hervorgebracht wurde. In jeder Abteilung fanden die Besucher Würfel vor, die jeweils positive Veränderungen vorstellten, z.B. ging es um die Menschenwürde, Mildtätigkeit, Schulbildung, Überwindung der Sklaverei, usw. Faszinierend war dabei zu sehen, dass genau diese positiven Veränderungen die Basis unserer heutigen Gesellschaft bilden und es sich lohnt, nach dem Ursprung, der Motivation, dieser Veränderungen zu fragen. Immer wieder wurde deutlich, dass die Botschaft Jesu wirklich die Welt, die Gesellschaft veränderte und auch immer noch dieses Veränderungspotential hat. Weil Jesus Christus über diese Welt gegangen ist und seine göttliche Menschenliebe zeigte, veränderte er dadurch auch das Leben seiner Nachfolger in der Gesellschaft. Ein Beispiel aus der frühen Christenheit ist dieses:

In der römischen Gesellschaft galt das menschliche Leben nicht viel. So war es völlig gesellschaftlich akzeptiert, Neugeborene einfach auszusetzen. Die Christen nahmen sich dieser Findelkinder an. Ein großes Zeugnis der damaligen Jesus Nachfolger, das beeindruckte und zur Ausbreitung des Christentums beitrug.

Bis heute wächst die Zahl der Christenheit. Im Vergleich zu den anderen Religionen nimmt die Zahl der Menschen, die sich zum christlichen Glauben bekennen, sogar am stärksten zu und das gerade in verfolgten Gebieten. Die Botschaft Jesu und damit verbunden die Nächsten-/Feindesliebe gibt bis in die heutige Gesellschaft Hoffnung.

Die Besucher der Ausstellung wurden angeregt, das christliche Erbe neu zu schätzen und sich mit hinein nehmen zu lassen in den Strom der Liebe Gottes, der durch Jesus in diese Welt gekommen ist. Daraus sind einige sehr intensive und wertvolle Gespräche und Begegnungen entstanden, die hoffentlich nachhaltig Auswirkungen auf das Leben dieser Menschen haben.

 

Auch für mich, Manuela (Bibelschülerin der BTA Wiedenst), war es eine sehr lehrreiche Zeit und ich durfte mich einmal mehr begeistern lassen von der Kraft des Wort Gottes und dem Gott, der mit uns unperfekten Menschen Geschichte schreibt...


07.2017